Wie funktioniert das Surfen und Telefonieren über den Kabelanschluss?

In den 1980er Jahren wurden Kabelnetze durch die damalige Deutsche Bundespost verlegt, um Radio- und Fernsehsendungen zu übermitteln. Es handelt sich dabei um Koaxialkabel, die hochfrequente, breitbandige Signale übertragen können. Heute gibt es in Deutschland drei große Kabelnetzbetreiber (Kabel Deutschland, Unitymedia und KabelBW). Sie möchten mehr erfahren? Siehe auch Informationen zu Kabel-Anbieter und Kabel Telefon.

Durch die Erweiterung um einen Rückkanal können über die heutigen Kabelnetze auch Telefonate geführt werden. Außerdem ist eine Anbindung ans Internet mit relativ großer Bandbreite (bis zu 32 m/Bits) möglich. Die Erweiterung um einen Rückkanal hat jedoch noch nicht flächendeckend stattgefunden, sodass der Internet- und Telefonanschluss nicht für jeden Kabelkunden verfügbar ist. Zusätzlich muss eine Bandbreite von mindestens 614 MHz vorliegen, damit ein Internetanschluss betrieben werden kann.

Den Computer mit dem Kabelanschluss verbinden

Zuerst wird ein Kabelmodem zwischen dem Kabelanschluss und dem Router bzw. PC installiert. Die Verbindung zum Computer erfolgt entweder über einen USB-Port oder über das lokale Ethernet Netzwerk. Es gibt auch Kabelmodems, die über einen Wireless Access Point per Funk mit dem Computer verbunden sind. Das Gegenstück zum Kabelmodem heißt Cable Modem Termination System, steht beim Netzbetreiber und kann bis zu 50.000 Endkunden bedienen.

Telefonieren über das Kabel

Das Kabelmodem wandelt die Daten vom PC in ein kompatibles Übertragungsformat für das Breitbandkabel um. Da das Modem die Daten bereits dem Telefon bzw. Internet zuordnet, ist ein separater Splitter nicht nötig. Telefoniert wird mit einer Voice over IP ähnlichen Form – dem Voice over Cable. Hierzu wird in der Regel ein analoges Telefon benötigt, welches an den Kabelumsetzer angeschlossen wird. Es gibt jedoch auch schon Lösungen um ISDN-Endgeräte bzw. ISDN-Telefonanlagen zu installieren.

Installation des Anschlusses

Die Installation der Anlage wird in der Regel durch einen Servicetechniker (meist sogar kostenfrei) vorgenommen. Dadurch benötigt der Kunde keine besonderen Kenntnisse. Er kann sofort nach der Installation mit einem handelsüblichen Internetbrowser surfen. Allerdings ist er auch hier nicht vor Viren gefeit. Deshalb sollte die handelsübliche Sicherheitssoftware auf dem PC installiert sein. Da alle Dienste wie Fernsehen, Telefonieren oder surfen auf unterschiedlichen Frequenzbändern liegen, können diese ohne gegenseitige Beeinflussung genutzt werden. Vergleich internetanbieter in Landkreis Zwickau, Erkelenz, Backnang, Bayern und Schwäbisch Hall.